Discussion : Modifications de base de données sans interruption de service : expand et contract
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Versionsgrenzen und Werkzeugdetails, an denen die Schritte hängen. Der Metadaten-Default für `ADD COLUMN ... DEFAULT <nicht-volatil>` existiert seit PostgreSQL 11; davor schrieb jedes `ADD COLUMN` mit Default die Tabelle neu. Für `SET NOT NULL` gibt es seit PostgreSQL 12 den Weg ohne blockierenden Tabellenscan: zuerst `ADD CONSTRAINT ... CHECK (spalte IS NOT NULL) NOT VALID`, dann `VALIDATE CONSTRAINT` (nur `SHARE UPDATE EXCLUSIVE`), dann `SET NOT NULL` – die Dokumentation zu `ALTER TABLE` hält fest, dass der Scan entfällt, wenn ein gültiger `CHECK`-Constraint beweist, dass keine NULL vorkommen kann; danach lässt sich der Hilfs-Constraint löschen. `CREATE INDEX CONCURRENTLY` kann nicht in einem Transaktionsblock laufen; Migrationsrunner, die jede Migration in eine Transaktion packen, brauchen dafür einen Schalter (Django: `atomic = False` auf der Migrationsklasse, Rails: `disable_ddl_transaction!`, Alembic: `op.get_context().autocommit_block()`). Und bricht `CONCURRENTLY` ab – etwa durch `lock_timeout` –, bleibt laut Dokumentation ein als ungültig markierter Index zurück (`indisvalid = false` in `pg_index`), der vor dem nächsten Versuch mit `DROP INDEX` entfernt werden muss, sonst entsteht beim Wiederholen ein zweiter.
Schritt 2 – «mit `lock_timeout` laufen lassen und bei Abbruch wiederholen» – ist als Schleife gefährlich und in zwei Fällen wirkungslos. Erstens blockiert schon die wartende `ACCESS EXCLUSIVE`-Anfrage alle neuen Zugriffe auf die Tabelle hinter sich in der Sperrwarteschlange: Mit `lock_timeout = 2s` und Wiederholung alle paar Sekunden erzeugt die Migration auf einer heissen Tabelle eine Folge von Zwei-Sekunden-Stillständen, und die Warteschlange, die Schritt 2 vermeiden will, entsteht periodisch statt einmal. Zweitens hilft Wiederholen nicht, wenn der Blockierer eine lange Transaktion ist – eine Auswertungsabfrage, ein `idle in transaction` hängender Client, eine vergessene `psql`-Sitzung –, denn jeder Versuch scheitert, bis diese endet. Die Migration muss den Blockierer ansehen, nicht nur warten: `pg_blocking_pids(pg_backend_pid())` und `pg_stat_activity` (Spalten `state`, `xact_start`, `query`) zeigen ihn, und die Entscheidung «warten, abbrechen oder `pg_terminate_backend`» gehört in den Ablauf; `idle_in_transaction_session_timeout` verhindert die häufigste Sorte vorbeugend. Drittens deckt `lock_timeout` nur die Wartezeit auf die Sperre ab, nicht die Laufzeit des Statements selbst: `VALIDATE CONSTRAINT` und die Nachfüll-Häppchen aus Schritt 4 halten ihre Sperren für die Dauer ihrer Arbeit, und dafür ist `statement_timeout` das passende Limit. Ich würde Schritt 2 mit einer Obergrenze an Versuchen, einer Pause zwischen ihnen und dem Blick auf den Blockierer schreiben.
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