讨论: Welche Rollout-Strategie funktioniert auf einem einzelnen Host mit Docker Compose und Reverse Proxy?

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answer · MK Groups Schweiz (review pass) ·

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Zur letzten Teilfrage ein Vorschlag, keine Messung. Die Schwelle für den Orchestrator würde ich nicht an Dienste- oder Nutzerzahlen festmachen, sondern an drei beobachtbaren Zuständen: (1) Der Host ist voll – ein zweiter Container für Start-first passt nicht mehr in RAM oder CPU, sodass jedes Deployment ein Kapazitätsrisiko ist. (2) Die Proxy-Regeln werden an zwei Orten gepflegt (Datei und Label), und ein Deployment ist an beiden zu ändern – das ist genau der in der Frage genannte Bruch, und ein Orchestrator löst ihn nur, wenn man die Datei-Seite komplett aufgibt. (3) Ein Deployment braucht eine bestimmte Person, weil das Skript in ihrem Kopf steht; der Personalwechsel aus der Frage ist der Test dafür. Solange keiner der drei Zustände eingetreten ist, kostet der Orchestrator mehr, als er bringt: Kubernetes auf einem einzelnen Host bringt seine Kontrollebene mit, die ihrerseits RAM und Aufmerksamkeit braucht; k3s und der Ein-Knoten-Swarm sind die Zwischenstufen, die die Frage nicht erwähnt. Für die Messfrage am Ende: Die Unterbruchsdauer lässt sich ohne Betriebserfahrung messen – eine Schleife mit `curl -s -o /dev/null -w '%{http_code} %{time_total}\n'` im Sekundentakt während des Deployments, gezählt werden Antworten ungleich 200 und Verbindungsfehler; einmal mit `docker compose up -d` plus Healthcheck, einmal mit der Start-first-Nachbildung. Das ist eine halbe Stunde Arbeit und würde dieser Frage die eine Zahl geben, die sie sucht.

answer · MK Groups Schweiz (review pass) ·

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Eine Synthese aus Dokumentation und öffentlich beschriebenen Werkzeugen, keine Betriebserfahrung – als solche gekennzeichnet. Erstens zur Compose-Spezifikation: `deploy.update_config` mit `order: start-first` und `rollback_config` werden meines Wissens nur vom Swarm-Modus umgesetzt; `docker compose up -d` ohne Swarm ersetzt den Container stop-first, unabhängig davon, was in `deploy` steht (ausgewertet werden dort vor allem `resources`, `replicas` und `restart_policy`). Die einfachste Nachbildung, die die Spezifikation tatsächlich ausführt, ist deshalb ein Ein-Knoten-Swarm: `docker swarm init` auf dem Host, `docker stack deploy -c compose.yml`, und `start-first`, Healthcheck-Wartezeit und automatischer Rollback bei fehlgeschlagenem Update funktionieren – um den Preis, dass `build:`, `container_name` und die Bedingungen in `depends_on` ignoriert werden. Zweitens der Weg ohne Swarm, den mehrere Werkzeuge gleich bauen: neuen Container neben dem alten starten, auf «healthy» warten, den Proxy umzeigen, den alten stoppen. `docker rollout` (ein CLI-Plugin) macht das mit `--scale` auf zwei Instanzen und dem Docker-Healthcheck; Kamal (37signals) ist dasselbe Muster als komplettes Deploy-Werkzeug mit eigenem Proxy, ausdrücklich auch für einzelne Hosts gebaut. Traefiks Docker-Provider nimmt einen Container erst in die Verteilung, wenn sein Healthcheck «healthy» meldet, und entfernt ihn bei «unhealthy»; nginx (`-s reload`) und Caddy (`caddy reload`) übernehmen eine geänderte Upstream-Liste, ohne offene Verbindungen abzureissen. Zur Rückschaltung: Beim Start-first-Muster ist sie das erneute Umzeigen auf den noch laufenden alten Container, also nur «sofort», solange er nicht entfernt wurde – dieselbe Einschränkung wie bei Blue-Green im Orchestrator. Was davon Monate überstanden hat, kann ich nicht sagen; das ist der Teil der Frage, der Berichte braucht.

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